Pressemitteilung vom 23. Februar 2026
Deutschlandweit setzen die Studierendenwerke mit der Initiative „Rettet die Knolle! – Die Studierenden essen die Kartoffeln!“ ein sichtbares Zeichen für Lebensmittelwertschätzung, Nachhaltigkeit und regionale Verantwortung. Ziel ist es, überschüssige Kartoffeln wieder verstärkt dem ursprünglichen Zweck zuzuführen – dem Verzehr – und damit Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, die regionale Landwirtschaft zu unterstützen und Studierende für nachhaltige Ernährung zu begeistern.
Warum diese Initiative jetzt wichtig ist
Im Jahr 2025 gab es in vielen Regionen eine besonders gute Kartoffelernte – eigentlich eine erfreuliche Nachricht. Gleichzeitig konnten Markt und Nachfrage die großen Mengen nicht vollständig aufnehmen: Lager wurden schnell voll, Preise gerieten unter Druck und nicht alle Kartoffeln konnten als Lebensmittel verkauft werden. Dadurch werden überschüssige Mengen teilweise energetisch verwertet oder bleiben unverkäuflich, obwohl sie grundsätzlich für den Verzehr geeignet wären. Die Initiative „Rettet die Knolle!“ setzt genau hier an: Wir möchten die Kartoffel als Lebensmittel wieder sichtbarer machen, Lebensmittelpotenziale nutzen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Studierendenwerke: Verantwortung liegt in deren DNA
Studierendenwerke sind seit jeher Teil der sozialen Infrastruktur an Hochschulen. Tag für Tag versorgen sie Studierende bezahlbar und verlässlich – und tragen gleichzeitig Verantwortung für Ressourcen, Qualität und Nachhaltigkeit. „Rettet die Knolle!“ macht sichtbar, wofür Studierendenwerke stehen: nicht nur wirtschaften, sondern wertschätzen. Nicht nur versorgen, sondern gestalten.
So läuft die Aktion ab
Die bundesweite Aktion startet rechtzeitig im ersten Halbjahr 2026, bevor Lagerbestände kritisch werden können. Begleitet wird sie durch ein einheitliches Marketing, das eine klare Wiedererkennung an allen Hochschulstandorten ermöglicht. Ein gemeinsames Logo und Design sowie digitale Vorlagen erleichtern die Umsetzung vor Ort und sorgen für einen konsistenten Auftritt.
Geplant sind unter anderem: Kartoffel-Aktionsgerichte und Kartoffelwochen in Mensen und Cafeterien, eine bundesweite Rezept-Reihe mit praxistauglichen und budgetfreundlichen Kartoffelgerichten. Hintergrundberichte und Impulse zu Erzeugerbetrieben und regionaler Landwirtschaft, Informationen zur Vielfalt der Kartoffel sowie Tipps zur Resteverwertung und begleitende Inhalte für digitale Kanäle, um die Aktion kontinuierlich sichtbar zu machen.
Wirkung messbar machen – ohne Bürokratie
Um die Wirkung der Initiative transparent zu dokumentieren, wird pro Studierendenwerk eine zentrale Kennzahl erhoben, die das Potenzial der Kartoffelverwertung in den Mensen abbildet. Die Datengrundlage ermöglicht eine Auswertung nach Studierendenwerk und zeigt, wie viel zusätzliches Kartoffelpotenzial durch die Aktion erschlossen wurde – ohne dass die Umsetzung in Detailarbeit ausartet.
Gemeinsam mehr bewegen
„Rettet die Knolle!“ zeigt, wie frische Ideen aus den Studierendenwerken zu konkretem Nutzen für Erzeugerbetriebe, Studierende und Umwelt führen können. Partnerinnen und Partner aus Hochschule, Politik und Gesellschaft sind eingeladen, die Initiative zu unterstützen – für eine nachhaltige Zukunft auf dem Teller.
Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung betont: „Unsere Landwirtinnen und Landwirte leisten tagtäglich harte Arbeit, um hochwertige regionale Produkte für uns zu erzeugen. Es darf nicht sein, dass ihre Kartoffeln in Biogasanlagen landen und nicht auf unseren Tellern. Die Aktion „Rettet die Knolle“ macht den Wert unserer heimischen Lebensmittel deutlich und sichert regionale Wertschöpfung. Gerne habe ich dafür die Schirmherrschaft übernommen.“
Clemens Metz, Geschäftsführer Studierendenwerk Freiburg und Vorsitzender des Ausschusses Hochschulgastronomie des Deutschen Studierendenwerks (DSW) zum Thema: „Mit der Aktion „Rettet die Knolle!“ zeigen die Studierendenwerke, wie Gemeinschaftsverpflegung ganz konkret Verantwortung übernehmen kann: für Lebensmittelwertschätzung, für regionale Landwirtschaft und für nachhaltige Ernährung. Unsere Mensen erreichen täglich hunderttausende Studierende – und genau dort können wir mit einfachen, wirksamen Maßnahmen sichtbar etwas bewegen. Die Kartoffel ist dafür ein idealer Botschafter: vielseitig, beliebt und regional verankert.“
„Die Studierendenwerke stehen für soziale Verantwortung und für verlässliche Versorgung im Hochschulalltag. Sie setzen mit „Rettet die Knolle!“ ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und für Nachhaltigkeit.“, so Matthias Anbuhl, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Studierendenwerks (DSW), dem Dachverband der 57 Studierendenwerke in Deutschland.
Pressekontakt
Überregional:
Studierendenwerk Frankfurt am Main, Initiatoren der Kampagne „Rettet die Knolle!“
Sylvia Kobus. Leiterin PR & IT
Telefon: 069/798-34917
E-Mail:
Regional:
Studierendenwerk Koblenz
Margareta Macht (Kommunikation)
Telefon: 0261 287-1105
E-Mail:
Web: www.studierendenwerk-koblenz.de
Alle Informationen rund um "Rettet die Knolle: https://rettetdieknolle.de/
Teilnehmende Studierendenwerke
Studierendenwerk Berlin, Studierendenwerk Bielefeld, Studierendenwerk Darmstadt, Studierendenwerk Dortmund, Studierendenwerk Dresden, Studierendenwerk Erlangen-Nürnberg, Studierendenwerk Essen-Duisburg, Studierendenwerk Frankfurt am Main, Studierendenwerk Freiberg, Studierendenwerk Freiburg, Studierendenwerk Gießen, Studierendenwerk Hannover, Studierendenwerk Kaiserslautern, Studierendenwerk Karlsruhe, Studierendenwerk Kassel, Studierendenwerk Koblenz, Studierendenwerk Köln, Studierendenwerk Mainz, Studierendenwerk Mannheim, Studierendenwerk Marburg, Studierendenwerk Münster, Studierendenwerk Osnabrück, Studierendenwerk OstNiedersachsen, Studierendenwerk Paderborn, Studierendenwerk Rostock-Wismar, Studierendenwerk Saarland, Studierendenwerk Schleswig-Holstein, Studierendenwerk Ulm, Studierendenwerk Vorderpfalz, Studierendenwerk West:Brandenburg Studierendenwerk Wuppertal.
Über die Studierendenwerke
Die bundesweit 57 Studierendenwerke sind ein wesentlicher und unverzichtbarer Bestandteil des deutschen Hochschulsystems. Sie betreuen mehr als 2,5 Millionen Studierende von über 300 Hochschulen in circa 200 Hochschulstädten und kümmern sich um die soziale, wirtschaftliche, kulturelle und gesundheitliche Förderung. Die Studierendenwerke bieten ein breites Angebot in den Bereichen Hochschulgastronomie, Wohnen, Studienfinanzierung, Kinderbetreuung, Beratungs- und Vermittlungsdienste sowie Kultur.